Über uns

Als eines der führenden spitalpharmazeutischen Kompetenzzentren der Schweiz erbringt die ZüriPharm AG ein breites Spektrum von Leistungen rund um das Heilmittel auf dem höchstmöglichen Niveau bezüglich Qualität und Wirtschaftlichkeit. Von der patientenindividuellen Arzneimittelherstellung bis zur Serienproduktion nach Good Manufacturing Practice (GMP), über die Arzneimittelversorgung bis zur klinisch-pharmazeutischen Fachberatung direkt am Patientenbett.

Als Spitalapotheke des Universitätsspitals Zürich und des Kantonsspitals Winterthur tragen wir die Verantwortung für die Arzneimittelversorgung und sämtliche Arzneimittelprozesse in diesen Spitälern. Die ZüriPharm AG ist am 1. Januar 2024 aus der Kantonsapotheke Zürich hervorgegangen und befindet sich heute als Aktiengesellschaft im Besitz des Universitätsspitals Zürich.

Geschichte des Betriebes bzw. Vorgängerbetriebes

Die Geschichte der ZüriPharm AG: Von der Kantonsapotheke Zürich zur modernen Gesundheitsorganisation

Die ZüriPharm AG hat ihre Wurzeln in der traditionsreichen Kantonsapotheke Zürich, die 1809 gegründet wurde. Sie blickt auf über zwei Jahrhunderte spannender Entwicklung zurück – von der Versorgung der Zürcher Bevölkerung während der Napoleonischen Kriege bis hin zu ihrer heutigen Rolle als modernes pharmazeutisches Kompetenzzentrum im Zürcher Gesundheitswesen.

Die frühen Jahre (1809 – 1945)

Die Ursprünge der Kantonsapotheke reichen bis in die Zeit der Napoleonischen Kriege zurück, als die «Cantonal-Armen-Apotheke» gegründet wurde, um die arme Bevölkerung in kriegsbedingten Notlagen mit Arzneimitteln zu versorgen. Schon damals war die Senkung der Gesundheitskosten ein zentrales Anliegen. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wuchs die Apotheke und zog 1842 in das neue Kantonsspital Zürich, wo sie ihre Bedeutung weiter ausbaute. Die Einführung chemischer Heilmittel und neuer Herstellungsverfahren in den 1890er Jahren markierte einen wichtigen Wendepunkt.

Wachstum und Modernisierung (1945 – 1985)

Ab 1945 erlebte die Kantonsapotheke einen weiteren Ausbau und verlegte ihren Sitz ins Universitätsspital Zürich. Die steigende Nachfrage nach Medikamenten und Poliklinikrezepten führte zu einer Erweiterung ihrer Produktionskapazitäten. Der Standort Winterthur wurde 1975 zur ersten modernen Spitalapotheke der Schweiz umgebaut. In Zürich wurden verschiedene bauliche Erweiterungsprojekte geplant, aber nur teilweise realisiert. Die Platzverhältnisse blieben prekär.

Neues Kapitel und Herausforderungen (1985 – 2009)

Ab 1985 setzte die Kantonsapotheke auf neue Technologien und erlebte eine Beschleunigung der Entwicklung. Eine Volksabstimmung für einen Neubau in der Stadt Zürich scheiterte. Seit 1993 zog die Kantonsapotheke in neue Räumlichkeiten an der Spöndlistrasse. 2001-2002 wurde der Standort Winterthur auf neue Standards umgebaut. Die Herausforderung einer globalen Pandemie im Jahr 2009, ausgelöst durch das A/H1N1 Virus, stellte die Apotheke vor eine enorme logistische Aufgabe. Innerhalb kürzester Zeit organisierte die Kantonsapotheke die Verteilung von Impfstoffen und demonstrierte ihre Schlüsselrolle im Gesundheitswesen.

Die Neuorientierung: ZüriPharm AG (2010 – 2024)

2010 markierte einen Wendepunkt: Die Kantonale Heilmittelkontrolle und die Kantonsapotheke wurden organisatorisch getrennt, und eine neue
Geschäftsleitung übernahm die Leitung. Der «Entwicklungsplan 2012+» zur strategischen Ausrichtung wurde verabschiedet.

Ein entscheidender Moment folgte 2017, als der Neubau der Kantonsapotheke in Schlieren erfolgreich abgeschlossen wurde und damit die seit Jahren bestehenden behördlichen Auflagen erfüllt werden konnten. Der moderne Standort zeichnete sich durch eine hochflexible teilweise automatisierte GMP Infrastruktur aus, die mit der internationalen Auszeichnung des «Facility of the Year Awards» 2019 honoriert wurde. 2020 kurz nach Abschluss des Umzugs nach Schlieren prägte die SARS COV-2 Pandemie die nächsten Jahre der Kantonsapotheke und verhinderte eine betriebliche Weiterentwicklung. Die Kantonsapotheke stellte die Versorgung von mehr als 7’000 Institutionen des Zürcher Gesundheitswesens mit Schutzmaterial sicher und später trug sie die Verantwortung für die Verteilung von mehr als 3.5 Mio. Impfstoffdosen. Nach jahrelangen politischen Diskussionen und Planungen beschloss der Zürcher Regierungsrat 2023 die Auslagerung der Kantonsapotheke aus dem Kanton und die Umwandlung in die ZüriPharm AG. Eine Aktiengesellschaft, die fortan als unabhängige Einheit im Besitz des Universitätsspitals agiert.

Zukunft als ZüriPharm AG

Seit dem 1. Januar 2024 führt die ZüriPharm AG das Erbe der Kantonsapotheke Zürich weiter. Im Rahmen der Verselbständigung hat man eine neue Strategie, Vision, Mission und Werte definiert. Darin wurde definiert, dass man neben den bisherigen Tätigkeitsfeldern die Kompetenzen im Bereich pharmazeutische Produktion, Analytik, Entwicklung und Studienversorgung auch externen Kunden anbieten möchte.

ZüriPharm bleibt als pharmazeutisches Kompetenzzentrum ein unverzichtbarer Bestandteil des Zürcher Gesundheitswesens. Unter dem neuen Namen wird
ZüriPharm nicht nur als Spitalapotheke des Universitätsspitals Zürich und des Kantonsspitals Winterthur, in der Arzneimittelversorgung und Herstellung tätig sein, sondern auch weiterhin wichtige Aufgaben im Bereich der Pandemievorsorge und -bewältigung übernehmen.

Mit dieser Umstrukturierung endet ein Kapitel der Geschichte der ältesten Spitalapotheke der Schweiz – jedoch wird die ZüriPharm AG weiterhin eine Schlüsselrolle für die Bevölkerung und das Gesundheitswesen Zürichs spielen.

Vision, Mission & Werte

  • Wir verwandeln pharmazeutische Visionen mit Hingabe in Realität.
  • Wir agieren als Brückenbauer, um Patienten wissenschaftliche Erkenntnisse in Form von Arzneimitteln zugänglich zu machen.
  • Wir sind regional verankert und agieren schweizweit.
  • Wir arbeiten täglich an der Verbesserung der Lebensqualität von Patienten.
  • Als Zentrum für pharmazeutische Excellence stellen wir die optimale Arzneimitteltherapie der Patienten in den Mittelpunkt unseres Handeln.

Organigramm